Die Mäuse am Fenster
Mama und Papa trinken Kaffee draußen - und die Jungs chillen noch im Wohnmobil

Aber das Wetter bleibt nicht schlecht, der nächste Tag startet schon wieder mit Sonne. Wir müssen früh los, da unser Tageparkticket zwar auch zur Übernachtung gilt - aber nur bis 8 Uhr. Sonst: neues Tagesticket.

Wir fahren aber nur weiter bis zum nächsten Supermarkt, einmal in der Hoffnung auf einen Waschautomat für unsere Wäsche (die Vögel...), einmal weil wir dort beim letzten Mal eine riesige Fischauswahl gesehen haben, von der wir heute mal einen Teil auf unseren Grill packen wollen.
Wäsche waschen klappt nicht, wir frühstücken und kaufen ein, und dann geht's wieder zurück an die Küste. Und jetzt betreten wir auch die Bretagne. Unsere Wahl ist auf einen hübschen Stellplatz unterhalb von St. Nazaire gefallen, auch weil uns der Namen des Kaffs so gut gefallen hat: St. Michel-Chef-Chef. Viel zu tun gibt's hier zwar nicht, aber wir sind ja auch nicht auf der Flucht sondern im Urlaub. 

wieder malein toller Strand
Sehr schöner Strand - auch wenn eine kühle Brise weht. Leider kein Eis in der Nähe

Das Wetter bleibt freundlich aber kühl, und in Kombi mit dem Wind hier oben heißt das Programm "Spielen am Strand" statt "Baden". Wobei man klar sagen muss: so ein Atlantik kühlt natürlich nicht von heute auf morgen ab, das Wasser ist immer noch warm! Aber ich käme halt bei den Außentemperaturen nie wieder raus...

Nachmittags schwingen wir uns auf unsere Räder und suchen das Zentrum für ein Eis - leider erfolglos. Was wir aber finden ist eine wunderschöne Küstenstraße mit malerischen Häuschen direkt an der Küste, und zwischendrin gibt es Crêpe - wer braucht da auch Eis?! Alles in allem ist es ein wirklich chilliger Tag, wir dondelt einfach mal so vor uns hin. Am nächsten Tag geht es weiter, erstmal auf eine Stippvisite nach St Nazaire. Weltstadt mit Herz, hier gibt es einen Stadtstrand mit einem Fetzenspielplatz, und endlich EIS!! Wir dösen ein bisschen während die Kids am Strand spielen (speziell ich, ich bin glaube ich das erste Mal im Urlaub krank). Und nach je 2 Kugeln Eis für die Jungs und einer Ibo für mich geht es weiter auf der Strada die Küste hoch bis zur Halbinsel Quiberon.

Spielplatz in St. Nazaire
Riesiger Spielplatz direkt am Strand von St Nazaire

Hier zeigt sich wieder, dass die Franzosen eins erkannt haben: der Womofahrer heute will keinen Stress:
1. mit Kloentsorgung, ferner mit Wasserver-/entsorgung
2. mit der Polizei
3. aber keine Campingplatzpreise dafür zahlen.
Entsprechend haben hier einige Campingplätze Ecken ausgewiesen, die keine große Versorgung haben (außer der oben genannten, plus ggf. Strom), die aber nur einen Bruchteil eines Campingplatzpreises kosten. Realistisch kann man natürlich trotzdem die Einrichtungen nutzen, aber sorry - wenn ich heimsch*** kann oder auf ein öffentliches Klo gehen soll... naja. Strom gönnen wir uns tatsächlich wenn kostenlos vorhanden, einfach um das Gas für den Kühlschrank zu schonen. Der Stellplatz hier ist malerisch gelegen, wir machen abends Völlerei (alles, mit Brot, haben wir in Korsika auf dem ersten Womo-Tripp erfunden) und genießen den Sonnenuntergang. Die Jungs radeln und rennen sich noch die Seele aus dem Leib - sorry liebe Nachbarn, wenn Ihr nach Ruhe gesucht habt, in 3 Tagen sind wir wieder weg :D.... Als die Jungs umgefallen sind, wird's tatsächlich so kühl, dass wir nach innen müssen, aber ehrlich gesagt - dass der Trip kühler wird als Italien war von vornherein klar (und Italien hat momentan FETTESTEN Regen!), und ich mag unser Womo auch drinnen :-).

Buddeln geht immer
Buddeln und Bauen geht auch bei schlechterem Wetter - bzw. wenn man nicht baden kann

Der Tag beginnt das zweite Mal tatsächlich relativ schlecht, kein Regen, aber so wolkig, dass wir zwar unsere Kaffee draußen aber das Frühstück lieber drinnen angehen. Den Vormittag verdondeln wir im Womo, die Jungs spielen völlig vertieft auf ihren Betten, und wir lassen es auch einfach mal ruhig angehen. Mittags zieht der Himmel auf und wir ziehen an den Strand um. Der ist ganz Bretagne - feiner Sand, viele Muscheln, die Jungs sandeln und entdecken alle paar Meter etwas Neues. Und alles mit Blick auf ein bretonisches Dörfchen und die örtlichen Austernbänke (bei Ebbe jedenfalls). Wir stellen mal wieder fest: ja, Mittelmeer ist cool, keine Frage. Aber das hier ist nicht weniger schön!!

Nachmittags winkt Rufus ein deutsches Womo gekonnt in den Platz, sehr zur Belustigung der Besitzer. Ich ziehe ihn vom Fahrweg, Kommentar an mich: "der fährt aber gut Fahrrad, unsere Tochter kann das noch nicht". Es stellt sich raus: sie haben auch eine Tochter mit Down Syndrom, im gleichen Alter wie Rufus. Das Womo parken sie direkt neben unserem, Gesprächsthemen sind auch sofort gefunden - nicht nur über die Kinder (sie haben noch einen 12jährigen Sohn), sondern auch weil sie am Überlegen sind, sich ein Womo zu kaufen und nicht nur - wie jetzt - zu mieten. Den Abend verbringen wir gemeinsam vor unserem Womo, die Kids ziehen lange über den Platz und starten auch am nächsten Morgen wieder gemeinsam durch. Das Wetter hat aufgezogen und wir entscheiden, nach einem weiteren Nachbarplausch noch weiter Richtung Quiberon zu fahren. Die netten Nachbarn haben uns einen Parkplatz mit sehr schönem Strand empfohlen, und so baden wir nochmal ausgiebig, bevor wir uns auf den Weg weiter nach Norden die Küste hoch machen.

Creppe macht gute Laune
Kein Eis, dafür Crêpe - die Jungs sind wieder happy
Stellplatz mit Hinterhof-Charme
Hinterhof-Charme am Stellplatz, aber genug Platz für alle und meist freundliche Nachbarn
Schöner Sonnenuntergang
Sonnenuntergang genießen - diesmal brauchen wir aber einen Pulli
Immer wieder ein Spaß - die Kids einbuddeln
Immer wieder ein Spaß - die Kids komplett einbuddeln..

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