tag1Brennerautobahn
Anderer Blick auf die Brennerautobahn

von Steinach am Brenner zur Enzianhütte

Der erste Tag verlief fast wie geschmiert. Nicht mal zwei Staus auf der A8 konnten uns diesmal aus der Ruhe bringen. Bereits im Vorfeld haben wir uns mit Chrissi darauf geeinigt, dass wir nicht in Innsbruck, sondern erst in Steinach starten. Damit sparten wir uns eine nicht allzu reizvolle Asphalt-Auffahrt und zusätzlich 600HM - für den ersten Tag sicherlich nicht verkehrt.

So starteten wir um 13 Uhr vom P+R Parkplatz am Bahnhof in Richtung Brenner. Wetter war genial - ca. 23 Grad und strahlender Sonnenschein. Die Auffahrt beginnt mit Asphaltbelag und - wie fast immer in den Alpen - ohne Aufwärmphase direkt bergauf. Man durchfährt viele malerische Dörfer und hat immer wieder einen freien Blick auf die Brennerautobahn.

Normalerweise kennt man eher den anderen Blickwinkel vom Auto auf die umliegenden Berge. Die Strecke ist fahrtechnisch eher unspektakulär, deswegen habe ich einen kleinen Abstecher zur Sattelbergalm eingebaut. Der bedeutet zwar 350HM mehr und bringt mir ein leises Knurren von Chrissi ein. Aber irgendwie müssen wir ja testen, ob unsere Federungen auf das Zusatzgewicht richtig eingestellt sind, und ob der Rucksack sitzt. Und das geht nun mal am Besten bei einer knackigen Abfahrt auf Schotter, die wir auch von der Alm in Richtung Silbergrasser vorfinden. Ziemlich steil, dafür technisch nicht besonders anspruchsvoll - also für den Zweck perfekt..

tag1Rucksacktest
Silbergrasser Schotterabfahrt für Federungs- und Rucksacktest

Die gefährlichste Aktion des Tages ist die Überquerung einer stark befahrenen Landstraße, die uns gerade so noch gelingt. Den Abschluß der ersten Tagesetappe bildet ein ereignisarmer 650HM Anstieg wieder auf Teer - wobei uns unzählige Autos entgegen kommen. Die Alm scheint als Ausflugsziel ziemlich beliebt zu sein.

Unterwegs überholen uns 4 Jungs aus Kiel, die auch zur Enzianhütte wollen. Ich habe daraufhin so ein DejaVue aus dem Vorjahr. Zusammen mit Olaf, Steffen, Gero und Philipp genießen wir den Sonnenuntergang auf der Terrasse der Enzianhütte und schlagen uns dabei den Bauch voll mit leckeren Hüttennudeln und Salat - bzw. Knödelsuppe.

Das Quartett ist unheimlich witzig, daher lachen wir an dem Abend noch viel, bevor es um 21 Uhr ab ins Matratzenlager heißt.

Gedanken zum Tag:

  • Auch auf dem Alpencross schafft man nicht jede Portion
  • Glaube nicht jeder Wettervorhersage eines Hüttenwirts
  • Maratzenlager ist gar nicht so schlimm
  • Ich werde wohl kein Rennrad-Fahrer - dazu regen mich alle Autos zu sehr auf..

 

tag1BlickEnzianhuette
Wunderbarer Blick von der Enzianhütte auf die Zirogalm

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