Frühstück an der Elbe in Magdeburg
Wir frühstücken in Magdeburg mit herrlichem Blick auf die Elbe

Am Mittwoch Morgen geht es los. Chrissi muss noch fix zum Hausarzt um sich die Fäden ziehen zu lassen, und eine Krankschreibung für die nächste Woche zu bekommen. Der Arztbesuch gestaltet sich ein wenig länger, da der immer noch sehr geschwollene Arm auf eine Thrombose hindeuten könnte. Aber alles OK, damit kann ich in der Zwischenzeit noch frische Brötchen für die nächsten Tage organisieren.

Gegen 10:30 kommen wir dann los zunächst auf relativ leeren Autobahnen bis oberhalb von Erfurt. Die letzten 50 km bis Magdeburg legen wir auf auf übelsten Straßen mit löchrigem rosa Asphalt zurück - so schlechte Straßen hatte ich bis dato noch nicht erlebt. Kurz vor Magdeburg begegnet uns auch noch ein Geisterfahrer, der sich laut Verkehrsdurchsage standhaft weigert, auf die richtige Spur zu wechseln. Hatten wir bisher auch noch nie..

Warum Magdeburg? Liegt ungefähr auf der halben Strecke nach Börgerende, waren wir noch nie, und soll eine schöne Altstadt mit Riesen Dom und einem Hundertwasser-Haus haben. Ich hatte im Vorfeld zwei Stellplätze an der Elbe ausgewählt, die nah an der Magdeburger Altstadt liegen.

Hundertwasser-Haus in Magdeburg
Das Hundertwasser-Haus in Magdeburg - wunderschön

Der erste ist tatsächlich schon voll belegt, als wir gegen 15:30 bei strahlendem Sonnenschein in Magdeburg einrollen. Der nächste ist nur ein paar Kilometer weiter weg und dort finden wir ein schönes Plätzchen direkt an der Elbe. Direkt neben uns befindet sich der Magdeburger Stadt-Strand - der Ausklang des Abends wäre damit gesichert ;-).

Wir starten gleich los zur Stadtbesichtigung und laufen den knappen Kilometer in die Altstadt. Richtig viel ist noch nicht los und eine Bude mit Thüringer Rostbratwürsten finden wir auch nicht. Dabei hätte ich so Appetit darauf gehabt. Wenigstens bekommt Christina einen Backfisch als kleinen Zwischen-Imbiss.

Die Altstadt ist relativ überschaubar. Das wunderschöne Hundertwasser-Haus und der riesige Dom liegen nah beieinander. Im Dom muss man 2€ zahlen, wenn man Fotos machen möchte - ein etwas gewöhnungsbedürftiges Einnahme-Konzept. Nach dem Stadtbesuch laufen wir zurück zum Wohnmobil und kehren erst Mal am Stadt-Strand ein. Dort esse ich mäßig leckere Pommes - was uns davon abbringt dort auch zum Abendessen einzukehren.

Magdeburger Dom
Vor dem majestätischen Magdeburger Dom

Dafür ist der Blick über die Elbe und die chillige Musik echt grandios. Wir packen noch unsere Pullis ein und ziehen zum zweiten Mal in die Stadt los. Wir landen im ALEX mit einem schönen Außenbereich und einer außerordentlich netten Bedienung. Den Absacker an der Strandbar schenken wir uns zugunsten eines längeren Schlafs.

Am nächsten Morgen frühstücken wir mit direktem Blick auf die Elbe und fahren danach los in Richtung Börgerende an die Ostsee. Direkt in Magdeburg treffen wir auf den zweiten Geisterfahrer - die scheinen was im Wasser zu haben hier.

Stadtstrand in Magdeburg
Der Stadt-Strand an der Elbe in Magdeburg - hier kann man schön chillen

Chrissi stellt sich diesmal mit dem Wohnmobil direkt vor den Falschfahrer und nötigt den total überforderten, älteren Mann zum Wenden. Dann geht es über die A14 in Richtung Norden. Leider ist die Autobahn noch nicht komplett fertig gestellt und führt damit fast 100km über die Landstraße.

Nachdem auch noch ein langsamer Laster vor uns fährt, den wir nicht überholen können, verlieren wir auf dem Stück relativ viel Zeit. Es geht langsam auf 14 Uhr zu und Gisela ruft uns an, weil sich der Stellplatz vor dem Campingplatz in Börgerende langsam füllt. Die Schwiegereltern besetzen uns den letzten Stellplatz und melden uns schon vorab an der Rezeption an. Ohne das wären wir nicht mehr rein gekommen, denn mit uns kommen noch 3 weitere Wohnmobile an, die unverrichteter Dinge wieder abziehen müssen.

Drachen steigen in Börgerende
Die Jungs lassen am Strand von Börgerende ihre Drachen steigen

Ich melde uns noch fix an (wobei das fix dort ziemlich lange dauert), während sich Chrissi schon mal den ersten Aperol mit den Eltern genehmigt, und dann gibt es ein großes Wiedersehen mit den Jungs, die sich sichtlich freuen, dass wir da sind.

Nur Opa macht einen müden und nicht besonders glücklichen Eindruck. Ich bekomme von Henry zunächst eine Führung zu den Sehenswürdigkeiten des Campingplatzes inklusive der bereits besuchten Restaurants und genehmige mir mit ihm das erste "Urlaubs-Eis". Danach packen wir beide Jungs ein und gehen mit ihnen auf den Spielplatz, damit die Eltern auch mal kurz die Füße hochlegen können nach dem 10 Tagen mit den Jungs.

Vom Spielplatz machen wir noch einen Abstecher auf den Strand, wo zwar die Sonne scheint, dafür aber der Wind ganz schön pfeift. Eine gute Gelegenheit die Drachen von Decathlon auszuprobieren. Herwig meint zwar, die fliegen nicht besonders, weil ihnen der Schwanz fehlt, aber Henry schafft es nach kurzer Zeit den Drachen auch ohne Schwanz fast 15 Minuten in der Luft zu halten.

Zum Abendessen besuchen wir den lokalen Griechen auf dem Campingplatz, der hervorragendes Essen serviert und wo man windgeschützt in der untergehenden Sonne sitzen kann. Bevor es dunkel wird, laufen wir noch Mal an der Düne entlang zur Pizzeria bzw. der Eisdiele. Danach heißt es noch fix die Sachen der Kinder vom Wohnmobil der Eltern in unser Wohnmobil zu verfrachten.

Muenze praegen in Boergerende
Die Jungs prägen noch eine Erinnerungs-Münze an Börgerende

Ein Glück dass Chrissi eine Liste mit allen Sachen gemacht hat, sonst wäre mindestens der Neopren-Anzug nicht mitgekommen. Abends tauschen wir noch die Erlebnisse der letzten Woche aus und sitzen diesmal im Wohnmobil - obwohl es gar nicht regnet. Herwig will lieber rein, dem ist es abends hier zu kalt.

Die Temperaturen scheinen auch die Hauptursache für seine Unzufriedenheit zu sein - zusätzlich zum nicht optimalen Strand (mit Steinen im Sand) und dem engen Campingplatz (wobei ich die Parzellen relativ großzügig fand). Dabei hätte ich erwartet, dass es die letzten Jahre an der Nordsee in St Peter Ording ähnlich gewesen ist und die Eltern vorher wussten was auf sie zukommt. Da lag ich diesmal wohl falsch.

Am nächsten Morgen ist es zwar bewölkt, aber halbwegs warm, so dass wir draußen frühstücken können. Wir haben bis 11 Uhr Zeit, um den Stellplatz zu räumen. Chrissi, Oma und die Kids gehen noch fix duschen während ich zum ersten Mal das WC leere und das WoMo wieder reisefertig mache. Nach dem ausgiebigen, gemeinsamen Frühstück tauschen wir noch die letzten Sachen der Kids, ich organisiere noch eine passende Holzschraube für unser Schuh-Netz von Herwig und dann brechen die Eltern schon auf nach Rostock von wo aus sie mit der Fähre nach Dänemark weiterfahren wollen. Auch wir brechen nach einem kurzen Zwischenstopp bei dem die Jungs eine Erinnerungs-Münze an Börgerende prägen auf in Richtung Osten - allerdings nicht nach Rostock, sondern nach Rövershagen zu Karls Erlebnishof.

Wiedersehen in Boergerende
Alle freuen sich beim Wiedersehen in Börgerende

2 Kommentare

  • Mir hat die Zeit mit den Kindern richtig gut gefallen. Ich fand auch den Campingplatz super, besonders die Waschräume. In St. Peter Ording war sicher sehr viel mehr los, aber wir haben ganz viel UNO gespielt und das war auch super.