Wahres Camperglück - Essen am Strand
Wahres Camperglück - Essen direkt am Strand in Denia

Nach so viel Stadt drängt es uns nach Strand. Park4Night und eine Seite mit Routen aus dem Netz empfehlen als Geheimtipp Dénia, was auch etwa unserer normalen Tagesetappe und dem halben Weg nach Alicante entspricht. Also auf, wir ver-/entsorgen nochmal alles auf dem Platz, nehmen unsere ganze frische Wäsche, und dann los. Unterwegs kaufen wir noch ein. Rein geht's in den Supermarkt von der Hauptstraße, raus testet die Navi-Tante kurz mal, ob wir Breite und Länge unseres Lasters beherrschen (Spoiler: tun wir) und leitet uns irgendwo durch die Felder.

Wir springen nachts noch ins Meer - echtes Abenteuer 

Tatsächlich kann man in Dénia offiziell 24 Std kostenlos mit dem Womo stehen. In ausgewiesenen Gebieten, aber eins davon ist direkt AM STRAND - nur durch eine 10m breite Düne vom feinen Sandstrand getrennt. Wir sind völlig erschlagen, sowas gibt's noch?! Wir verbringen den Rest des Tages am Strand und im warmen Meer - obwohl sich Rufus über das Bäh (=leichtes Seegras) im Wasser beschwert. Der abendliche Ritt in die Stadt entfällt zwecks sehr spätem Grillen von Hähnchenschenkeln. Dafür essen wir direkt am Strand mit Meerblick und Füßen im Sand. Roman und Henry gehen nachts sogar noch schwimmen - ein echtes Abenteuer.

MAN was sind wir Glückskinder stellen wir einmal mehr fest (wir machen das nebenbei mehrfach täglich, das ist gut für das innere Chi), wie gut kann man es eigentlich haben?! Nachts tröpfelt es etwas, was zwar keinen nennenswerten Effekt hat, aber unser Womo und vor allem die Frontscheibe aussehen lässt, als wären wir schon 24 und nicht nur 2 Wochen unterwegs. Morgens nehmen wir die etwas gewittrige Stimmung nach dem Frühstück als Chance und gehen eben jetzt in die Stadt.

Rufus führt uns durch das Castello in Dénia

Dénia hat ein schönes Castello, von dem man Weitblicke in alle Richtungen hat. Wir sehen sogar unser Wohnmobil ganz klein in der Ferne. Rufus ist unser Guide und navigiert uns zunächst durch das Castello und führt uns danach in die Stadt in eine Eisdiele. Von dort gehen wir zurück zum Wohnmobil am Strand, springen nochmal kurz ins Meer, und dann geht's weiter nach Alicante.

Unterwegs versuchen wir noch die Glühbirne für das Brems-/Rücklicht der Skymax zu finden, denn eine weitere Nachtfahrt ohne Rücklicht möchten wir nach Möglichkeit vermeiden. Obwohl es eigentlich eine Standardbirne ist, werden wir erst an der zweiten Tanke fündig - und da auch nur al Bestandteil eines kompletten Lampensets. Aber immerhin - Problem gelöst.

Bei Alicante landen wir wieder etwas außerhalb auf einem Stellplatz ähnlich dem in Valencia. Alles da, sogar wieder ein Pool (Aufstellpool, aber nochmal eine Nummer größer). Der Weg ist allerdings etwas unerwartet spektakulär, Roman verpasst die Einfahrt, und der Weg hintenrum geht über Stock, Stein und eine Gravel Road. Aber wir meistern auch das.

Wir kühlen uns im Pool ab, bevor wir nach Alicante aufbrechen

Während wir ausladen, springen die Kids schon mal in den Pool. Und dann geht's mit den Motorrädern ca. 18km nach Alicante rein. Wir parken am Hafen (Lehre aus Valencia: nah am Essen, aber so, dass wir hinterher noch gut laufen können) und gehen in die Altstadt. An der Kathedrale suchen wir uns eine Tapasbar und tun was wir immer tun, lecker essen, die Jungs Tapas, wir diesmal Paella.

Der Kellner ist unfassbar nett, mit der Rechnung kommt noch ein ganzer Teller mit Mousse au Chocolat. Rufus freut sich derart, dass der Kellner seine zusätzlichen Karmapunkte alle persönlich begrüßen kann, einmal mehr Glückskinder.

Abendessen in Alicante
Wieder mal leckere Tappas in der Altstadt von Alicante

Gestärkt gehen wir weiter in die Altstadt hinein, die sich den Berg hinaufschlängelt. Wir lauschen auf der Mauer sitzend einem Musiker abgefahren schön. Ich liebe Spanien seit meiner Zeit vor... naja, etwas mehr als 5 Jahren (nach dem Abi halt), aber einmal mehr weiß ich warum, es ist SO SCHÖN!! Ich mag auch Italien. Aber wie sagt man so schön: nett haben sie es hier, aber waren sie schon mal in Baden Württemberg? Genau so, nur halt mit Spanien.

Die Flaniermeile am Meer ist eher nix, aber auf dem Weg zu den Mopeds passieren wir noch einen Markt. Henry verfällt in Kaufrausch (erfolglos, blöd wenn man sein Taschengeld nicht mitnimmt), ich kaufe mir einen Rock. Und dann geht's wieder ab nach Hause. An einer Ampel wird Henry, der sein Messi-Trikot an hat, von einem anderen Motorradfahrer angesprochen. Das sei zwar ein schönes Trikot, aber er sollte sich doch lieber gleich eins von den  Weltmeistern zulegen.

Wir lauschen der Musik ineine Bar in Alicante
Wir lauschen einem Musiker in einer Bar in Alicante

Der Stellpatz ist nicht ganz so ruhig wie die Lage im Nirgendwo vermuten lassen würde, keine Ahnung was los war oder ob ich das nur geträumt hab, irgendwie waren reichlich Autos und Menschen auf dem Platz unterwegs. Heute dann wieder das übliche Spiel, einpacken, Pool, weiter.

Meine Männer sind müde, Roman hat sich 2 Nächte am Meer gewünscht. Also habe ich einen schönen Parkplatz bei Almeria herausgesucht, wir sind ja wieder voll bzw. leer und können wieder ein bisschen draußen stehen. Der Weg nach Almeria ist - finde ich - interessant. Ich mag das trockene, rote Gebirge, wir fahren an den bekannten endlosen Gewächshäusern vorbei, tatsächlich reichen sie soweit man sehen kann, sieht schon irgendwie irre aus... Aber wir wollen ja alle Bio-Gemüse...

Der Parkplatz ist tatsächlich am Rande eines noch nicht gebauten Areals mit Ferienwohnungen, insofern wohnt hier keiner, den wir überhaupt auch nur stören KÖNNTEN.

Parkplatz in Almeira - kostenlos unddirekt am Meer
Der Parkplatz in Almeira, kostenlos und nur 300m vom Meer

Dafür ist der Parkplatz direkt neben einem Kinderspielplatz und in Sichtweite des Strandes. Nachteil: es windet, und zwar RICHTIG. Wir laufen trotzdem zum Meer, lassen die Sonnenschirme aber gleich im Wohnmobil. Es gibt meterhohe Wellen und das Meer ist ungewöhnlich kalt.

Die Jungs trauen sich zunächst gar nicht rein, später wird Henry fast übermütig und wagt sich alleine in die starke Brandung - was er zugegebenermaßen bravourös meistert. Später geht Roman mit rein und nimmt Henry mit. Rufus schaut sich das Ganze lieber von draußen an. Diesmal kommt Henry schlechter raus und wird von einer großen Welle umgerissen. Danach weigert er sich erneut rein zu gehen. Egal - die drei haben auch in der Brandung ihren Spaß.

Große Wellen in Almeria
Spaß in der Brandung in Almeria

Das Grillen der Burger (auf dem Fußgängerweg, einzige Zuschauer: die Bewohner des nachbarlichen Wohnwagens) ist wegen des starken Windes super herausfordernd. Auch der leistungsstarke Napoleon-Grill schafft hier nur 180 Grad und der Wind schafft es sogar, die Grillflamme auszupusten.

Wir ziehen zum ersten Mal lange Hosen und Pullis an, aber es wird so kalt (21 Grad), dass wir den Abend drinnen verbringen müssen. Nachts regnet es mehrfach - nie allzu lang, aber immer wieder. Gut dass wir diesmal die Stühle und Tisch bereits ins Wohnmobil verfrachtet haben. Am morgen ist es immer noch bewölkt und es nieselt zeitweise - heißt also auch Frühstück innen.

Bei dem Wetter macht es wenig Sinn wie geplant zwei Tage hier zu bleiben. Wir beratschlagen intensiv wie wir weiter machen. Granada als Ziel steht fest - aber macht es Sinn heute an Granada vorbei bis nach Ronda - dem "Weißen spanischen Dorf" zu fahren? Oder lassen wir Ronda komplett aus? Letztendlich entscheiden wir uns trotz Umweg für Ronda, denn schlussendlich waren die weißen Dörfer der Ideengeber für unseren Trip.

Das Castelo in Dénia sieht manschon vom Strand
Das Castelo von Dénia ist schon vom Strand aus zu sehen
Vom Castelo hat man eine fantastische Rundumsicht
Vom Castelo in Dénia hat man eine fantastische Rundumsicht
Am Stellplatz in Alicante sitzen wir nacht noch vor dem Wohnmobil
Am Stellplatz bei Alicante sitzen wir nachts wieder draußen
Herrlicher Sonnenuntergang in Almeria
Geht auch ohne KI - grandioser Sonnenuntergang  in Almeria

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