kandyZahntempelChrissi
Vor der Abendzeremonie im Zahntempel - auch wir haben eine kleine Spende mitgebracht
Im Busfahren sind wir schon Profis - stürmen als erste in den Bus, lagern unsere Rucksäcke beim Fahrer ab und suchen uns die besten Plätze. Bei fast jeder Fahrt war bisher einer der Zeugen Jehovas mit im Bus (oder zumindest die singalesische Variante davon), und verteilte nachher großflächig den Wachturm unter den Busreisenden. Wenigstens sind die "Jünger" keine Freaks wie in Deutschland, sondern meistens hübsche, einheimmische Mädels. Auf der Fahrt von Polonnaruwa nach Candy haben wir diesmal einen sehr rasanten Fahrer erwischt. Trotz einiger Vollbremsungen sind wir jedoch wohlbehalten angekommen. Unterwegs hatte ich noch ein Gespräch mit einem Singalesen (sind übrigens alle sehr nett und freundlich), der nachfragte, ob ich aus West-Deutschland komme. Musste ich natürlich kurz mal aufklären, dass es nur noch ein Deutschland gibt und den EBook-Reader habe ich ihm auch gleich noch erklärt..

Wie immer in einer neuen Stadt geht es zuerst an die Hotelsuche. Wir picken uns eigentlich immer zwei Favoriten aus unserem Reiseführer aus, und schauen uns dann dort um. Wie immer versuchte unser TukTuk-Fahrer zunächst, uns seine Unterkunft anzudrehen - aber wir blieben hart. Da in der Hotelstraße diverse Bautätigkeiten stattgefunden haben, mussten wir bis ganz hoch laufen, um ein halbwegs ruhiges Hotel zu erwischen. Gut - gewisse Abstriche im Komfort muss man machen, aber wir wollten ja lediglich 2 Nächte bleiben. Das mit der Ruhe hat leider auch nicht funktioniert, weil direkt neben unserem Fenster die Küche des Nachbarhotels beheimatet war, und wir vor dem Schlafengehen mit diversen Küchendüften verwöhnt wurden, und in der früh um 6:30 mit Topfklappern geweckt wurden. Aber immerhin hatten wir WLAN umsonst.

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Die Aussicht auf Kandy von der Buddha-Statue

Nach 10 Tagen Reise ging unsere Wäsche langsam zu Ende, also wollten wir in Kandy eine Wäscherei aufsuchen - so wie wir es in allen unseren Asien-Urlauben bisher auch gemacht haben. Vorab im Hotel angefragt und die wollten tatsächlich pro Wäschestück berechnen. In Vietnam haben die nach Kilo berechnet. Nepper, dachten wir uns und wollten unser Glück in der Stadt versuchen. Dort mussten wir jedoch feststellen, dass es auf Sri Lanka anscheinend nicht so üblich ist, seine Wäsche waschen zu lassen. Die wenigen Angebote lagen noch über dem Hotelpreis. Also kurz noch einen Rock für Chrissi geshoppt, um währen unserer Einkaufstour zu erfahren, dass am nächsten Tag ein großer Feiertag sein sollte (die Buddhisten feiern Puja - das Vollmond-Fest) und dadurch fast alle Geschäfte geschlossen haben sollten - super Timing. Ein besonders netter Singalese hat uns noch in einen einheimischen "Spice-Shop" geschleppt, wo alle Cremes, Gewürze usw. viel günstiger waren, als in allen anderen Läden - dabei wollte wir eigentlich gar nichts derartiges kaufen...

Zum Abendessen zurück ins Hotel. Im Reiseführer wird empfohlen in den Unterkünften zu essen und unsere Unterkunft hatte zusätzlich eine positive Beschreibung. Das müssen wir nachher im Forum aber richtig stellen, denn unser Essen war mit Abstand das schlechteste auf unserer bisherigen Reise. Gewürze - Fehlanzeige, aber das Lions-Beer war wenigstens gut. Wir unterhielten uns noch ziemlich lange mit einem Ami - den wir in Sigirya schon mal getroffen hatten und einer Israelin über Gott und die Welt. Ist auch immer schön, mit anderen Nationen zu quatschen. Am nächsten Tag war Sight-Seeing angesagt. Zunächst der botanische Garten, dann hoch zum Buddha - der erhaben über der Stadt Kandy trohnt. Zwischendurch noch Zug-Tickets für unsere Weiterfahrt nach Nuvara Elya organisiert. Der Aussichts-Wagen, erste und zweite Klasse waren schon weg, also mussten wir die "Holzklasse" nehmen. Abends ging es dann zu traditionellen Tänzen auf Sri Lanka - ok war eher Touri-Programm, bevor wir um 18:30 an der Zeremonie im den Zahntempel teilgenommen haben.

Und das war wirklich beeindruckend. In diesem Tempel werden die höchsten buddhistischen Reliquien - die Zähne Buddhas aufbewahrt. Durch den Feiertag waren doppelt so viel Gläubige gekommen, als an anderen Tagen und täglich um 18:30 wird der Schrein für Besucher geöffnet. Die Öffnung wird durch laute Trommemusik angekündigt und die Menschen-Schlange war unglaublich. Alle legten ihre Opfergaben auf einen Tisch vor dem Schrein und versuchten dann einen kurzen Blick auf das Heiligtum zu erhaschen. Definitiv der schönste Tempel auf unserer Reise. Nach dem Besuch des Tempels haben wir noch bei den "Muslim-Brüdern" zu Abend gegessen (heißt eigentlich Muslim-Hotel, aber ich konnte mir den anderen Namen besser merken). Und das war richtig gut - es gab Dolphin Kottu und Kabul Rotti, super viel, schön scharf - also da kann sich unser Hotel eine Scheibe abschneiden (oder auch zwei). Abends noch ein Bierchen auf der Hotel-Terrasse, bevor es morgen wieder weiter nach Nuvara Elya geht..

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Der Altar im Zahntempel - bisher der beeindruckendste Tempel auf Sri Lanka

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